Tech-Update / Abenteuer mit Claude Code #13

Claude Code ohne Terminal – Headless und GitHub Actions

Bisher saß ich immer daneben: Ich tippe, Claude arbeitet, ich prüfe. Bei manchen Aufgaben habe ich mich irgendwann gefragt: Muss ich dafür eigentlich dabei sein?

Muss ich nicht. Claude Code läuft auch ohne Chat-Fenster.

🤖 Headless: claude -p

Mit -p bekommt Claude einen einzigen Auftrag, schreibt die Antwort auf die Konsole und beendet sich. Damit passt Claude in jedes Skript, jede Pipe und jeden Cronjob:

git diff main | claude -p "Prüfe diese Änderungen auf Sicherheitsprobleme. Antworte in fünf Sätzen."

Zwei Optionen, die ich ständig nutze:

  • --output-format json für Ausgaben, die ein Skript weiterverarbeitet.
  • --allowedTools legt genau fest, welche Werkzeuge Claude benutzen darf.

Typische Einsätze bei uns: Changelog aus den Commits erzeugen, fehlende Übersetzungen in den i18n-Dateien finden, Lint-Fehler verständlich erklären.

🐙 GitHub Actions

Ein /install-github-app in Claude Code richtet die GitHub-App und den Workflow ein. Danach reicht in einem Issue oder Pull Request ein @claude, und Claude reviewt, beantwortet Fragen oder setzt die Aufgabe direkt als Commit um. Die Ergebnisse landen als Kommentar, wo das Team ohnehin arbeitet.

Ein ehrlicher Hinweis:

Ohne Terminal sitzt niemand da, der „Erlauben?“ bestätigt. Setzen Sie die Rechte deshalb eng: nur die Werkzeuge, die der Job wirklich braucht (siehe Teil 7). Der API-Schlüssel gehört in die Repository-Secrets, nie in den Code. Und jeder Lauf kostet Tokens, also nicht auf jeden Push auslösen.

Meine Faustregel:

  • Wiederkehrend und gleichförmig? claude -p im Skript.
  • Teamarbeit an Issues und PRs? GitHub Action.
  • Unklar oder kreativ? Interaktiv, mit Ihnen daneben.

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