Tech-Update / Abenteuer mit Claude Code #17

Das richtige Modell für die richtige Aufgabe

„Ich nehme immer das größte Modell, sicher ist sicher.“ Höre ich oft. Das ist ungefähr so, als würde man für jeden Weg zum Bäcker den Umzugswagen nehmen. Man kommt an, aber es dauert länger und kostet mehr.

Claude Code lässt Sie Modell und Denktiefe gezielt wählen.

🔀 Modell wechseln

  • /model in der Sitzung zeigt die verfügbaren Modelle zur Auswahl.
  • claude --model sonnet legt es schon beim Start fest.
  • Die Kurznamen: opus für die schweren Fälle, sonnet für den Alltag, haiku für schnelle, einfache Aufgaben.

🧠 Mein Favorit: opusplan

Mit /model opusplan plant Opus im Plan Mode (Teil 10), und Sonnet setzt den freigegebenen Plan um. Das große Modell denkt, das schnellere Modell tippt. Für uns ist das bei größeren Features die beste Kombination aus Qualität und Verbrauch.

🎚️ Denktiefe einstellen

Mit /effort legen Sie fest, wie gründlich Claude nachdenkt, von low bis max. Für eine einzelne knifflige Frage genügt es, „ultrathink“ in den Prompt zu schreiben. Dann denkt Claude für diese eine Antwort besonders gründlich nach.

Ein Hinweis:

Welche Modelle und Stufen Sie sehen, hängt von Ihrem Plan und vom Modell ab. Und mehr Denken ist nicht automatisch besser: Bei einfachen Aufgaben bringt max vor allem längere Wartezeiten und einen höheren Verbrauch. Ein Blick auf /usage nach einer Woche zeigt, was Ihre Wahl wirklich kostet.

Meine Faustregel:

  • Umbenennen, Tests ergänzen, Boilerplate? Sonnet oder Haiku.
  • Architektur, kniffliger Bug, unbekannter Code? Opus oder hohe Denktiefe.
  • Größeres Feature mit Plan? opusplan.

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