Tech-Update / Abenteuer mit Claude Code #2

Mods – Claude Code nach eigenen Regeln

Seit wenigen Tagen gibt es in Claude Code ein neues Feature, das ich sofort ausprobieren musste: Mods.
Der Anlass war eine Frage, die sich jeder stellen sollte, der KI-Tools im Unternehmen einsetzt:
„Wie verhindere ich, dass versehentlich vertrauliche Informationen (z.B. ein API-Token) bei der KI landet?“

🧩 Was ist ein Mod?

Ein Mod ist ein Plugin aus JavaScript- oder TypeScript-Funktionen, die direkt in Claude Code laufen. Sie reagieren auf Ereignisse wie einen abgeschickten Prompt oder einen Tool-Aufruf und können diese beobachten, umschreiben (!) oder selbst beantworten. Sogar die Oberfläche lässt sich damit erweitern.

🔍 Der Unterschied zu klassischen Hooks

Hooks sind Skripte, die von außen auf Ereignisse reagieren. Einen Prompt können sie blockieren oder um Kontext ergänzen, aber nicht umschreiben. Ein Mod sitzt mitten in der Verarbeitungskette und kann genau das.

🛠️ Mein Praxisbeispiel

Ich habe einen kleinen Mod gebaut, der DigitalOcean-Tokens (dop_v1_…, doo_v1_…, dor_v1_…) aus jedem Prompt entfernt, bevor er an Claude geht. Dort kommt nur noch „[DO-TOKEN ENTFERNT]“ an. Der Kern sind rund 20 Zeilen Code. Mit claude plugin validate und claude plugin test lässt sich der Mod prüfen, ganz ohne laufende Sitzung.

⚠️ Wichtig zu wissen

Der Mod bereinigt nur, was im Prompt steht. Liest Claude selbst eine .env-Datei, braucht es zusätzlich einen Hook auf die Tool-Aufrufe. Sicherheit entsteht also nicht durch ein einzelnes Werkzeug, sondern durch ein durchdachtes Gesamtkonzept.

Meine Faustregel:

  • Etwas soll nur geprüft oder blockiert werden? Klassischer Hook.
  • Inhalte sollen verändert oder Claude Code erweitert werden? Mod.

Mods gibt es ab Claude Code 2.1.287.

Wenn Sie das Code-Beispiel möchten, kurzer Ping auf LinkedIn :-)

Welche Regeln würden Sie Claude Code per Mod beibringen? Ich freue mich auf Ihre Ideen in den Kommentaren

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