Tech-Update / Abenteuer mit Claude Code #5
MCP – Claude an Ihre eigenen Systeme anschließen
In Teil 3 hat Claude per Skill das wichtigste Ticket aus dem Ticketsystem geholt und einen Branch dafür angelegt. Bleibt die Frage: Wie kommt Claude überhaupt an das Ticketsystem?
Die Antwort heißt MCP, das Model Context Protocol.
🔌 Was ist MCP?
Ein offener Standard, über den KI-Anwendungen mit externen Systemen sprechen. Man kann es sich wie USB-C für KI vorstellen: Ein MCP-Server stellt Claude Werkzeuge bereit, etwa „Tickets suchen“, „Ticket aktualisieren“ oder „Zeit buchen“. Claude entscheidet selbst, wann es welches Werkzeug braucht.
Was das im Alltag bedeutet:
🎫 Ticketsystem: Claude liest die Anforderung direkt aus dem Ticket, statt dass ich sie hineinkopiere, und dokumentiert am Ende, was umgesetzt wurde.
🗄️ Datenbank: „Warum ist dieser Datensatz doppelt?“ Claude schaut nach, statt zu raten. Am besten mit reinem Lesezugriff auf eine Testdatenbank.
📚 Doku und Wiki: Interne Richtlinien fließen direkt in die Umsetzung ein.
🌐 Browser: Claude prüft die Oberfläche, die es gerade selbst gebaut hat.
Einrichten:
Für viele Systeme gibt es fertige MCP-Server, eingebunden mit einem Befehl wie claude mcp add. Liegt die Konfiguration als .mcp.json im Repository, hat das ganze Team dieselben Anbindungen.
Und wenn es für Ihr System noch keinen Server gibt? Ein eigener MCP-Server für eine interne REST-API ist überschaubar, und Claude Code schreibt ihn Ihnen auf Wunsch gleich mit.
Ein ehrlicher Hinweis:
Jeder MCP-Server erweitert, was Claude tun kann. Also nur Server aus vertrauenswürdigen Quellen verwenden und Rechte bewusst vergeben. Mehr dazu im nächsten Teil.
Meine Faustregel:
- Claude soll etwas WISSEN oder einem ABLAUF folgen? Skill.
- Claude soll mit einem SYSTEM sprechen? MCP.
- Am stärksten sind beide zusammen: Der Skill beschreibt den Ablauf, MCP liefert den Zugang.
Welches System würden Sie als Erstes mit Claude verbinden? Schreiben Sie es mir in die Kommentare
Deutsch
English